Häufig gestellte Fragen
1. Produkt & erste Schritte
Was ist Zentre?
Zentre gibt Ihrem Team einen Ort, um führende KI-Modelle zu nutzen — mit gemeinsamem Wissen, Agenten und voller Kontrolle darüber, wer welche KI wofür einsetzt. Ihre Plattformdaten werden in der EU gehostet.
Für wen ist Zentre?
Für Unternehmen in der EU/DACH-Region, die KI geordnet einsetzen wollen — vom Handwerksbetrieb und Mittelständler bis zu vertraulichkeitssensiblen Branchen wie Kanzleien, Steuerberatern, Gesundheitswesen und Finanzunternehmen.
Ist Zentre nur für Unternehmen (B2B)?
Ja. Der Service richtet sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne des § 14 BGB — nicht an Verbraucher.
Wie funktioniert die kostenlose Testphase?
Sie läuft derzeit 7 Tage (bis zu 5 Nutzer, 5 € KI-Guthaben, 250 MB Wissensspeicher) und endet automatisch — ohne Kreditkarte, ohne automatische Umwandlung in einen bezahlten Vertrag. Ohne Upgrade werden die Testdaten 30 Tage nach Ende gelöscht; bis dahin können Sie exportieren. Bitte verarbeiten Sie in der Testphase keine Berufsgeheimnisse (z. B. Mandanten- oder Patientendaten) — nutzen Sie interne oder anonymisierte Daten.
Welche Nutzerrollen gibt es?
Super-Admin (volle Kontrolle über den Workspace), Admin (Nutzer, Teams, Modelle, Agenten, Wissensdatenbanken), Billing-Admin (Abrechnung und Rechnungen), Mitglied (Chat, Agenten, zugewiesene Wissensdatenbanken).
Welche KI-Modelle kann ich nutzen?
Aktuelle Modelle von Mistral, OpenAI, Anthropic (Claude) und Google (Gemini) — bereitgestellt über europäische Infrastruktur. Die aktuelle Liste finden Sie unter zentre.ai/models. Als Admin bestimmen Sie, welche Modelle Ihr Team nutzen darf.
Kann ich mitten im Gespräch das Modell wechseln?
Ja — ohne den Gesprächskontext zu verlieren.
Welche Dateiformate werden unterstützt?
PDFs, Bilder, Word-Dokumente, Markdown, Textdateien und weitere gängige Geschäftsformate — bis zu 20 Dateien pro Chat, je 25 MB.
Kann ich mit Zentre Dokumente erstellen?
Ja, Erstellen und Bearbeiten von Dokumenten wird unterstützt (derzeit Beta).
Kann Zentre auch Bilder generieren?
Ich finde einen Connector nicht — was tun?
Warum Zentre statt ChatGPT, Claude oder Gemini direkt?
Wer betreibt Zentre?
2. Preise & Credits
Wie ist Zentre bepreist?
Ein Plan, pro Nutzer (Seat): 21,90 € monatlich oder 18,25 € bei jährlicher Zahlung (zzgl. USt). Enterprise- und Private-Cloud-Optionen gibt es nach gesonderter Vereinbarung.
Sind KI-Credits im Plan enthalten?
Ja. Jeder Seat enthält derzeit 10 € KI-Guthaben pro Abrechnungsmonat (verbindlich ist die Preisliste). Es wird vor gekauften Credits verbraucht; nicht genutztes Monatsguthaben verfällt zum Monatsende und wird nicht übertragen.
Was sind Credits?
Vorausbezahlte Nutzungseinheiten für den KI-Verbrauch. Beim Kauf zusätzlicher Credits fällt eine Servicegebühr von 7,5 % an; sie wird im Checkout ausgewiesen und ist nicht erstattungsfähig.
Verfallen Credits?
Solange Sie einen kostenpflichtigen Plan haben: nein. Erst wenn der Account 36 Monate ohne Plan und ohne Nutzung bleibt, verfallen Restcredits — mit Erinnerungen ca. 60 und 14 Tage vorher; jede Anmeldung setzt die Frist zurück.
Bekomme ich nicht verbrauchte Credits erstattet?
Ja. Bei Vertragsende erstatten wir entgeltlich erworbene Restcredits automatisch und unabhängig von der Höhe auf Ihr zuletzt genutztes Zahlungsmittel — ohne Antrag. Nur wenn das technisch scheitert (z. B. abgelaufene Karte), bitten wir um eine Überweisungsanfrage. Gratis-Guthaben und die Servicegebühr sind nicht erstattungsfähig.
Wie kündige ich meinen Vertrag?
Jederzeit in Textform an legal@zentre.ai (zusätzlich — soweit angeboten — über die Admin-Konsole); wir bestätigen den Eingang. Monatspläne enden zum Ende des laufenden Abrechnungsmonats, Jahrespläne zum Laufzeitende. Kündigen Sie wegen einer von uns veranlassten Änderung (z. B. Preiserhöhung), erstatten wir vorausbezahlte Entgelte anteilig.
Gibt es nachgelagerte (nutzungsbasierte) Abrechnung?
Ja, für Enterprise-Kunden nach Vereinbarung; die Prepaid-Regeln zu Verfall und Erstattung gelten dann nicht.
3. Ihre Daten — klar erklärt
Wo werden unsere Daten gehostet?
Werden unsere Daten zum KI-Training verwendet?
Werden Daten in Drittländer übermittelt?
Wie lange werden Chats gespeichert?
Chat-Verläufe werden 90 Tage vorgehalten und danach automatisch gelöscht. Ihre Wissensdatenbank bleibt bestehen, bis Sie sie löschen oder der Vertrag endet.
Was passiert mit unseren Daten nach der Kündigung?
Erst der Export, dann die Löschung: Sie können Ihre Daten exportieren; gelöscht wird frühestens 31 Tage nach Vertragsende und nicht, bevor ein angefragter Export bereitgestellt wurde.
Können wir unsere Daten exportieren und den Anbieter wechseln?
Ja. Export der Wissensdatenbank (Originalformate), Chats (JSON, innerhalb der Aufbewahrungsfrist) und Konfiguration — auf Anfrage an legal@zentre.ai, in der Regel innerhalb von 14 Tagen und unentgeltlich. Details: Seite „Anbieterwechsel & Portabilität“ im Trust Center.
Stellen Sie einen Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) bereit?
Ja, nach Art. 28 DSGVO, mit Anlagen zu Verarbeitung, technischen und organisatorischen Maßnahmen (TOM), Subprozessoren und Löschfristen. Er wird mit dem Hauptvertrag einbezogen.
Wie laufen Betroffenenanfragen (Auskunft, Löschung)?
Für Plattformdaten sind Sie Verantwortlicher, wir Auftragsverarbeiter: Wir unterstützen Sie mit Export- und Löschfunktionen; Anfragen, die uns direkt erreichen, leiten wir an Sie weiter.
4. Sicherheit
Wie werden Daten verschlüsselt?
TLS 1.2 oder höher bei der Übertragung, AES-256 (mindestens) im Ruhezustand.
Sind Sie ISO/IEC-27001-zertifiziert?
Wir betreiben ein an ISO/IEC 27001 ausgerichtetes ISMS; die Zertifizierung läuft.
Wie werden Kunden voneinander getrennt?
Durch logische Mandantentrennung mit technischen Zugriffskontrollen. Im Berufsgeheimnis-Modus erhalten Sie einen dedizierten, isolierten Mandanten mit eigener Wissensdatenbank.
Unterstützen Sie MFA und SSO?
Ja — Single Sign-On (SSO) inklusive Mehrfaktor-Authentifizierung.
Was passiert bei einem Sicherheitsvorfall?
Wir informieren betroffene Kunden unverzüglich, spätestens innerhalb von 48 Stunden nach Kenntnis einer Verletzung des Schutzes personenbezogener Daten — mit den Informationen, die Sie für Ihre Bewertung nach Art. 33 DSGVO benötigen.
Wer sind Ihre Subprozessoren?
Hosting: Scaleway (EU). CDN: Bunny (EU-Auslieferung). KI-Gateway: Cortecs (EU) — Modellanbieter werden darüber eingebunden. Websuche: Linkup (EU). Dazu E-Mail(Infomaniak), Abrechnung (Stripe), Consent (Usercentrics), Analyse (Plausible), Bot-Schutz für Registrierung und Login (Friendly Captcha, EU). Die aktuelle Liste steht im Trust Center.
Wie erfahren wir von Subprozessor-Änderungen?
5. Verträge & Rechtliches
Welche Vereinbarungen gelten für die Nutzung?
Die AGB (B2B) und der AVV; für Berufsgeheimnisträger zusätzlich die § 203-Verschwiegenheitsvereinbarung, für Enterprise ggf. DORA-/ NIS2-Addenda.
Welche Fassung der Dokumente gilt für uns?
Die bei Vertragsschluss angezeigte Fassung (erkennbar am Stand-Datum). Sie erhalten alle akzeptierten Dokumente als PDF mit der Auftragsbestätigung; frühere Fassungen bleiben im Trust Center abrufbar.
Welche Sprachfassung ist verbindlich?
Die deutsche. Englische Fassungen dienen nur der Information.
Wie werden Verträge geschlossen?
Elektronisch. Der AVV gilt mit dem Hauptvertrag; die § 203-Vereinbarung sowie DORA-/NIS2-Addenda werden jeweils gesondert abgeschlossen.
Welches Recht, welcher Gerichtsstand?
Deutsches Recht; Gerichtsstand ist Mainz.
6. Regulierte Branchen & KI-Verordnung
Können Anwälte, Steuerberater oder Ärzte Zentre nutzen?
Ja — über den Berufsgeheimnis-Modus (in Deutschland auch „§ 203-Modus“) zusammen mit einer gesonderten Verschwiegenheitsvereinbarung. Er deckt die Verschwiegenheitspflichten in Deutschland (§ 203 StGB), Österreich (z. B. § 9 RAO, § 80 WTBG 2017) und der Schweiz (Art. 321 StGB) ab. Ein Standard-AVV allein genügt für Berufsgeheimnisse nicht.
Was ist der Berufsgeheimnis-Modus?
Was sind die Modellklassen „EU-souverän" und „EU-gehostet"?
Unterzeichnen Sie eine Verschwiegenheitsvereinbarung?
Ja — für Deutschland (§ 203 StGB), Österreich (Berufs- und Strafrecht, z. B. § 9 RAO, § 80 WTBG 2017, § 122 öStGB) und die Schweiz (Art. 321 StGB), mit gesetzlicher Belehrung und Weitergabe der Pflichten an Subprozessoren. Berufsspezifische Varianten (BRAO, StBerG, WPO, BNotO, PAO, Heilberufe, WTBG-AT) und die Gesetzesanlage stehen im Trust Center bereit; das EU-Gateway Cortecs hat eine entsprechende zusätzliche Verpflichtung bestätigt.
Sind wir dem US CLOUD Act ausgesetzt?
Unterstützen Sie DORA und NIS2?
Was bedeutet die EU-KI-Verordnung für uns als Zentre-Kunde?
Wer trägt welche Pflichten nach der EU-KI-Verordnung?
Müssen wir KI-erzeugte Inhalte kennzeichnen?
Müssen wir unsere Mitarbeitenden schulen?
Ist Zentre ein Hochrisiko-KI-System?
Nein. Zentre ist eine Plattform für den Zugang zu KI-Modellen für allgemeine Zwecke und ist nicht für Hochrisiko-Anwendungen im Sinne von Anhang III der KI-VO bestimmt — etwa Bewerberauswahl, Kreditwürdigkeitsprüfung oder Rechtspflege. Solche Nutzungen sind nach unseren AGB ausgeschlossen. Wer den Service so einsetzt oder verändert, dass ein Hochrisiko-KI- System entsteht, wird insoweit selbst Anbieter im Sinne der KI-VO und übernimmt die entsprechenden Pflichten (Art. 25 KI-VO). Ihre eigene anwaltliche, steuerberatende oder ärztliche Berufstätigkeit ist davon nicht betroffen: Recherche, Entwürfe und Schriftsätze für Ihre Mandate — auch mit Bezug zu Gerichts- oder Schiedsverfahren — bleiben zulässig. Ausgeschlossen ist der Einsatz durch oder im Auftrag einer Justizbehörde oder Streitbeilegungsstelle bei der Rechtsfindung selbst.